D-Link DNS-345 Quattro
Während sich andere NAS-Modelle mit einem Starpreis von unter 80 Euro an Einsteiger richten, spricht D-Link mit dem ca. 300 Euro teuren Netzwerkspeicher DNS-345 anspruchsvolle Anwender an. Dafür bekommt der Anwender einiges geboten. Statt zwei Festplattenschächten, wie im NAS des unteren Preissegments, stehen 4 Slots zur Verfügung. Das bedeutet, das ein RAID10 Verbund möglich ist. Mit RAID5 ist ein doppelter Backup möglich. Vier Festplatten bedeutet derzeit eine Speicherkapazität von bis zu zwölf Terabyte, wenn 4 3 Terabyte Festplatten verbaut werden. Das System wird jedoch ohne Festplatten geliefert, diese müssen gesondert erworben werden.
Die Festplatten finden in einem 2,6 Kilogramm schweren Aluminiumgehäuse Platz. An der Frontseite und der Rückseite befinden sich aber Plastikplane. Über ein Farbdisplay an der Front wird der Anwender über die Gehäusetemperatur, die derzeit verwendete IP-Adresse des NAS, der installierten Softwareversion, sowie dem verfügbaren Speicherplatz informiert.
Betrieben wird das System von einer 1,6 Gigahertz schnellen Marvell CPU. 512 Megabyte Arbeitsspeicher sind bereits verbaut, mehr als ausreichend, für die meisten NAS. Zu den Highlights zählen die LAN-Anschlüsse. Gleich zwei Gigabit-Ports stehen zur Verfügung, um das Gerät in ein LAN-Netzwerk einzubinden. Die USB-Schnittstelle ist allerdings nur 2.0 und nicht 3.0, was bei einem neuen Gerät etwas schade ist. Wenn aber vier Slots für interne Festplatten zur Verfügung stehen, wird der USB-Anschluss ohnehin nur selten Verwendung finden.
In Druckform liegt dem NAS lediglich eine Schnellstartanleitung bei. Eine ausführliche Dokumentation liegt nur digital vor, auf der mitgelieferten CD-Rom . Die Installation der Software erfolgt entweder über die CD-ROM oder durch das WEB-Interface des D-Links 345. Um eine RAID-Formatierung durchzuführen, bietet ein Assistent Hilfestellung. Neben der Software, um das NAS von Arbeitsplatzrechnern aus im Netzwerk kontrollieren zu können, ist eine Software enthalten, um Backups von Daten auf das NAS einfach durchführen zu können.
Das Webinterface ist in Applikationen, Favoriten und Management unterteilt. Die drei Menüpunkte lassen sich über Symbole aufrufen. Am rechten oberen Seitenrand wird eine kurze Erläuterung zu Menüpunkten eingeblendet, über die der Mauszeiger gehalten wird. Der DNS-345 ShareCenter ist mit allen gängigen Betriebssystemen, wie Windows, Linux und MAC-OS kompatibel, sowie mit vielen verschiedenen Protokollen (FTP, AFP, WebDAV Windows und weitere). Neben einem integrierten Webserver beinhaltet der DNS-345 P2P-Funktionen , die sich zeitlich begrenzen lassen und eine Anbindung an den von Amazon zur Verfügung gestellten Cloud-Speicher.
Zusätzlich verfügt das D-Link DNS-345 über einen eingebauten Medienserver. Der UPnP-Mediaserver wickelt die Dateifreigabe für alle angeschlossenen Geräte ab, auch für den Fernseher. Durch den integrierten iTunes-Server wird der DNS-345 zum Airwave -Abspielgerät für Audiodateien. Playlists können jedoch nicht erstellt werden.
Der Verbrauch des Server wird vom Hersteller mit etwas über 50 Watt angegeben. In der Praxis wurden 40 Watt nicht überschritten. Die Lüfter des Gehäuses sind relativ Geräuscharm . Im Betrieb wurde ein Geräuschpegel von 8 dB erreicht. Im Praxistest mit dem NAS konnten hohe Schreib- und Lesegeschwindigkeiten erreicht werden. Im RAID 1 Betrieb konnte der NAS mit 383 MBit/s lesen und mit 320 MBit/s schreiben.
Mit dem D-Link DNS-345 erhält der Anwender ein leistungsfähiges NAS, das geräuscharm arbeitet und mit 4 Slots auch RAID10 ermöglicht. Dadurch ist das Gerät für den Profibereich geeignet, wo ein hohes Maß der Datensicherung erforderlich ist.
- Prozessor: 1,6 Gigahertz Marvell
- Anschlüsse (eSATA, Lan, USB, …): 2XLAN (1 Gigabit) 1XUSB2.0, SATA
- maximale Anzahl Festplatten: 4
- enthaltende Festplatten: 0
- RAID-Fähigkeit RAID 0 bis RAID10
- weitere relevante tech. Daten: 512 Megabyte Arbeitsspeicher, 53 Watt Verbrauch, 8 dB Betriebsgeräusch